Donnerstag, 31. Dezember 2009

Denicheur und Goli

Am 10. Dezember (ja, ich weiß, dass ist schon eine Weile her), haben wir Denicheur zu Aurélie und René gebracht, damit er gut versorgt ist, während wir viel unterwegs sind, aber auch um mal auf einem Sandplatz arbeiten zu können und nicht nur im Schlamm.
Toll ist, Denicheur steht nun auf einer großen Weide am Hang. So hat er auch abwechslungsreiches Gelände und trainiert ganz von selbst etwas seine Muskeln ... naja, zumindest wenn er zu uns galoppiert kommt.

Den hat nun auch eine neue Freundin. Goli heisst sie - ebenfalls Selle Francais und ca. 15 Jahre alt. Ein ganz liebes Pferd mit unglaublich schönen Augen und einem sehr sanften Wesen. Sie ist aber auch sehr traurig gegenüber dem Menschen und mißtrauisch. Nicht aus Ängstlichkeit heraus, eher weil sie gelernt hat, dass Menschen sowieso immer nur irgendetwas wollen und selten Rücksicht nehmen.
Die Bilder vom Schnee kommen dann im neuen Jahr weil ich nun mit dem Kochen für heute Abend beginne.

Ich wünsche euch alle einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Die Wippe

Heute ist der letzte Tag des Jahres 2009 und ich sitze in der Mittagszeit im Laden und denke an all die wunderschönen Momente dieses Jahres. Ein paar Sachen waren da noch, die ich zum posten hier leider nicht gekommen bin. Nun hole ich zumindest die versprochenen Fotos vom ersten Tag mit der Wippe nach. Das war wirklich super lustig und wir haben noch viele andere Sachen ausprobiert. Titi ging die Wippe dann auch mit Freude in der vollen Länge rauf und runter. Berichtet hatte ich davon schon hier. Ja, ich weiß, auf dem unteren Foto erbettelt sich Fanou wieder das Futter ... aber dass er sich überhaupt darauf eingelassen hat ... :D Um es nochmal zu präzisieren: zu keinem Moment habe ich die beiden zu irgendetwas aufgefordert oder ein Kommando gegeben, sondern bin immer nur selber über das Ding gegangen. Das macht zumindest Titi immer einen Heidenspaß! Das ist also keine Zirkusdressur in dem Sinne. Vielen Dank an Helin für die Fotos und an Siyabend für das bauen der Wippe!






Samstag, 26. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!

Liebe Freunde und Leser!

Ich wünsche euch - nun schon etwas spät - frohe Weihnachtstage! Ich hoffe, jedermann ist reichlich beschert worden und geniesst die Ruhe nach dem Fest!

Ich habe nicht vergessen, dass ich noch viele Bilder auf meinem Computer habe, die ich gerne mit euch teilen wollte. Vielleicht kann ich die letzten Tage dieses Jahres noch nutzen und das nachholen.
Denicheur und seine neue Freundin Goli toben ausgelassen im Schnee!Titi und ich frei auf unserer Wiese am Halsring. Leider legt er hier gerade die Ohren zurück ... naja, hat aber super Spaß gemacht!

Bis ganz bald!
Jaana

Sonntag, 29. November 2009

Gemeinsamkeit mit Titi

Im Moment finde ich immer schneller zumindest in der Arbeit mit Titi in die richtige Energie - da wo er mich mit kleinen Gesten erst testet und wo wir dadurch dann in einen Fluss kommen. Es ist wie, als würde er mir schon am Anfang der Arbeit sagen, wenn ich wieder etwas schlapp daherkomme; "Na, wach auf!"
Vorgestern wollte ich dann wieder mal etwas anderes machen und bin mit ihm am Halsring spazierengegangen. Dadurch, dass ich auf dem Kurs in der Schweiz nocheinmal mit dem Thema "richtiges Führen" konfrontiert war, klappte das echt super.
Man muss wissen, dass Führen am Halsring etwas - besonders auf einer offnen Wiese oder auf unklarem Gelände - etwas ganz anderes ist. Das Pferd ist im Prinzip völlig frei und das weiß es auch. Nie könntest du es so führen, wenn es nicht absolut bereit dazu ist, dir zu folgen. Hier führen Machtkämpfe dazu, dass es im blödesten Fall einfach den Kopf aus der Schlinge nimmt und Tschüss! Das Seil ist nur eine symbolische Verbindung und hilft dabei, die Führung klarer zu machen, könnte das Pferd aber nie an der Flucht hindern.
Deswegen war das bei mir und Titi lange Zeit nur bedingt möglich - auch wenn er im Prinzip mir gerne gefolgt ist - Grasen oder Denicheur waren meistens interessanter - und so gab es ziemlich schnell geziehe. Da habe ich ihn lieber gleich ganz frie gelassen und dafür auf andere Wege verzichtet, sondern an den Stellen meinen Raum genommen, wo er hinwollte.
Jetzt spürte ich aber, dass er bereit war, mir zu folgen. Das hat mich riesig gefreut. Ich habe ihm auch gezeigt, dass ich weiß, dass er frei ist und ich keine Machtmittel mehr habe und er es ist, der sich ganz frei mir anschliesst. Deswegen habe ich auch nicht aus jedem Grasbüschel ein Drama gemacht, sondern bin nur vorangeschritten. Dann sind wir noch über den Kieshaufen geklettert. Es gab ein oder zwei Momente, da hat er sich überlegt, ob er nun doch mal wieder nach seinen Kumpanen sehen sollte, hat sich mir dann aber wieder selbstverständlich und vertrauensvoll angeschlossen. Er hat mich nicht einmal überholt oder auch nur versucht zu Zubbeln oder ähnliches.
Wir waren einfach - gemeinsam - ebenbürtig - frei. Ein tolles Erlebnis.
Danach habe ich noch ein bisschen frei Bodenarbeit mit ihm auf der Koppel gemacht und er war wie noch stolzer als zuvor (hat mir sogar verkleinert!) - wo ich schon dachte, dass das nicht mehr möglich sei. Nun kommt er immer mit ganz erhabenen Schritten zu mir, wenn ich rauskomme.
Bis zum nächsten Mal!

Donnerstag, 19. November 2009

Denicheur: große Fortschritte in der Bodenarbeit

Wir hatten nun ja viel von meiner Arbeit mit Titi. Man darf aber darüber nicht übersehen, dass wir auch mit Denicheur enorme Fortschritte machen! Gestern hatten wir bei einer ganz tollen Sequenz endlich wieder Fotos gemacht, die ich nun mit euch teilen möchte.Ganz zu Anfang machen wir ein paar Runden am Seil. Das, was früher nie ging, geht jetzt fast problemlos, solange wir ihm zeigen, dass wir ihn wirklich nicht schikanieren wollen. Selbst auf das Signal zum Wechsel reagiert er, wenn er auch ungern auf die Seite seines blinden Auges geht. Hier geht er noch etwas steif, aber er war ja auch noch gar nicht aufgewärmt.
Dann ist es wichtig, ihn auch noch frei zu arbeiten. Da er heute schläfrig ist, hüte ich mich ins Drücken zu kommen und begleite ihn im Schritt und verkleinere ihn. So wird meine Körpersprache klar. Unbewusst hat er ja schon oft verkleinert. Nun aber beginnt er wirklich zu begreifen und verlässt den Zirkel. Er ist noch unsicher, wie er sich genau halten soll, reagiert aber einwandfrei. Und das will etwas heißen, denn meine Körpersprache ist alles andere als immer korrekt.
Jonathan übernimmt und seine coole, souveräne Art bringt gleich mehr Schwung. Auch jetzt versuchen wir das Verkleinern. Hier verlässt Denicheur schon den Hufschlag. Denicheur neigte immer noch zum Abspulen und hielt höchstens einmal leicht den Kopf enger. Jetzt freut er sich über das "Neue" und nimmt es bewusst auf.
Ja, und dann verkleinert er einfach traumhaft. Leider waren dann die Schatten schon so tief, dass halt alles auf den Fotos dunkel ist. Aber toll wie er kreuzt. Ich finde auch, dass er sich eigentlich recht gut biegt.
Natürlich sind wir noch nicht Meister darin. Auch Denicheur weiß noch nicht genau, wie er seinen Körper bei der Verkleinerung wirklich ausbalanciert, da er noch sehr stark damit beschäftigt ist, sich auf den Menschen zu konzentrieren. Aber wir sind auf einem guten Weg!
Ich und Jonathan ergänzen uns seit dem Kurs in der Schweiz immer besser. Deshalb arbeiten wir oft zu zweit. Denicheur kennt das inzwischen schon und versteht es als "Denkarbeit", wo jeder seinen Teil mit einbringt. Mit Jonathan liebt er vor allem das freie Spiel, siehe das Steigen:
So, ich hoffe, die Fotos haben euch gefallen. Diese Session war echt toll und ich bin immer noch total gerührt von dem, was wir alles erreicht haben!